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Rippenlandschaft
Text und Illustrationen: Oskar Keller, Geologe
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Zwischen Schlatt und Säntis ist die Landschaft durch drei verschiedenartige Grossformen ausgezeichnet. Im Süden erhebt sich der schroffe, von Kalkfelswänden beherrschte Alpstein wie eine Mauer über das Umgelände. er ist das nördlichste, weit vorgeschobene Radgebirge der eigentlichen Alpen (siehe Karte Ausgestaltung der Landschaft).
Davor zieht sich der weich gestaltete, stark bewaldete Bergrücken Chlosterspitz-Kronberg hin. Er gehört nicht mehr zu den Alpen, sondern ist eine der Voralpen-Ketten, die aus Molasse (Nagelfluh, Sandstein, Mergel) aufgebaut sind (siehe Karte). Schliesslich öffnet sich direkt unter dem Standort das weite Becken von Appenzell, das sich zwischen die Kronberg-Molassekette und die Gäbris-Hundwiler Höhi-Kette (Standort) einschiebt. Es wird quer dazu von Süden nach Norden von der Sitter durchflossen. Die Anlage des Beckens ist durch das Kreuzen des West-Ost-laufenden Talzuges zwischen den Molasseketten und dem aus dem Alpstein nach Norden ziehenden Sittertal bedingt. Die Ausgestaltung zum weiten Becken erfolgte durch das Ausschürfen der eiszeitlichen Gletscher.
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